Großartige Neuigkeiten: Omikron ist jetzt Teil der DQE-Gruppe. Gemeinsam bauen wir Europas führenden Data-Quality-Trust-Layer für KI-fähige Unternehmensdaten.

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Glossar

Hier finden Sie alle zentralen Begriffe des Data Quality Managements mit ihren Definitionen. Falls eine Erklärung Ihre Frage nicht vollständig beantwortet, kontaktieren Sie uns gerne.

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360°-Kundensicht

Strategischer Ansatz, bei dem alle verfügbaren Informationen und Ressourcen eines Unternehmens gebündelt werden, um Kunden und Interessenten ganzheitlich zu verstehen und über alle Kanäle hinweg konsistent anzusprechen.

Abbruchquote

Anteil der Nutzer, die einen Prozess wie ein Online-Formular, eine Registrierung oder einen Bestellvorgang beginnen, aber nicht abschließen. Eingabehilfen wie Autovervollständigung senken die Abbruchquote.

Absenderreputation

Bewertung eines E-Mail-Absenders durch Internet- und E-Mail-Provider. Viele Bounces oder Spam-Beschwerden verschlechtern die Reputation und führen dazu, dass E-Mails im Spam-Ordner landen oder blockiert werden.

Adressblock

Der auf einer Postsendung reservierte Bereich für die Anschrift des Empfängers. Er ist so positioniert, dass automatisierte Sortiermaschinen ihn zuverlässig lesen und verarbeiten können.

Adressnachweis

Beleg dafür, dass eine Person tatsächlich unter einer angegebenen Anschrift wohnt, z. B. über eine aktuelle Rechnung. Wird u. a. bei KYC-Prozessen und Vertragsabschlüssen genutzt.

Adressrestrukturierung 

Prozess, bei dem die einzelnen Bestandteile einer Anschrift – Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort – erkannt und in die korrekte Reihenfolge und das richtige Feld gebracht werden.

Adressstandardisierung

Automatisierte Verfahren, mit denen postalische Anschriften in einer Datei an die in Deutschland gültigen Formatierungsregeln (u. a. nach DIN 5008) angeglichen werden, um Zustellbarkeit und Datenqualität zu verbessern.

Adresszeile 2

Freitextfeld für zusätzliche Empfängerangaben, etwa Firmenname, Abteilung oder Gebäudebezeichnung, das die eigentliche Straßenzeile ergänzt.

Adresszeile 3

Freitextfeld für weitere Ortsangaben, etwa Gebäudename, Wohnanlage oder Stockwerk, das bei komplexeren Anschriften zusätzlich zur Adresszeile 2 genutzt wird.

Anomalieerkennung

Automatisches Aufspüren von Werten, die vom erwarteten Muster abweichen, etwa unplausible Eingaben, Ausreißer oder Tippfehler. Wird zunehmend KI-gestützt eingesetzt.

Anredeprüfung

Prüfung, ob die Anrede eines Kontakts korrekt ist und zum Vornamen passt. Grundlage ist meist eine statistische Zuordnung von Vornamen zu Geschlechtern; in der Batch-Verarbeitung werden Korrekturen vorgeschlagen.

Anschriftenprüfung

Abgleich einer Anschrift mit postalischen Referenzdaten, um zu prüfen, ob eine Adresse existiert, korrekt geschrieben und zustellbar ist.

API (Application Programming Interface)

Programmierschnittstelle, über die Anwendungen automatisiert miteinander kommunizieren. Über eine API (z. B. REST-API) lassen sich Datenqualitätsprüfungen direkt in Webformulare, CRM- oder ERP-Systeme einbinden.

Autovervollständigung

Funktion zur Unterstützung der Dateneingabe, die während der Eingabe in ein Formularfeld passende Werte vorschlägt, etwa bei Adressen oder Firmennamen.

B2B (Business-to-Business)

Geschäftliche Aktivität zwischen Unternehmen; umfasst alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen an gewerbliche oder institutionelle Kunden verkauft.

B2C (Business-to-Consumer)

Beziehung zwischen Unternehmen und Endverbraucher, bei der Produkte oder Dienstleistungen direkt an Privatpersonen vermarktet und verkauft werden.

Batch-Verarbeitung

Automatisierte Abfolge von Verarbeitungsschritten, die ohne manuelles Eingreifen auf einer größeren Datenmenge ausgeführt wird, z. B. die nächtliche Bereinigung einer gesamten Kundendatenbank.

BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)

Deutsches Gesetz, das die DSGVO auf nationaler Ebene ergänzt und konkretisiert – etwa hinsichtlich betrieblicher Datenschutzbeauftragter, Videoüberwachung und Beschäftigtendatenschutz.

Berechtigtes Interesse

Rechtsgrundlage nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, auf deren Basis personenbezogene Daten auch ohne Einwilligung verarbeitet werden dürfen, sofern die Interessen der betroffenen Person nicht überwiegen.

Big Data

Große und heterogene Mengen digitaler Daten aus unterschiedlichsten Quellen, deren Analyse mit klassischen Methoden an Grenzen stößt und spezialisierte Verfahren erfordert.

Bonitätsauskunft

Prüfung der Kreditwürdigkeit einer Person oder eines Unternehmens über Auskunfteien wie die SCHUFA oder Creditreform; wird u. a. genutzt, um Zahlungsausfälle im Versandhandel oder B2B-Geschäft zu vermeiden.

Bounces

E-Mails, die ihren Empfänger nicht erreichen. Man unterscheidet Soft Bounces (vorübergehendes Problem, z. B. volles Postfach) und Hard Bounces (dauerhaftes Problem, z. B. nicht existierende Adresse).

Branchencode (NACE / WZ)

Standardisierter Code zur Einordnung eines Unternehmens nach seiner wirtschaftlichen Tätigkeit. In der EU gilt die NACE-Klassifikation, in Deutschland die darauf aufbauende Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) des Statistischen Bundesamts.

Business Intelligence (BI)

Verfahren und Werkzeuge zur Analyse von Unternehmensdaten als Grundlage für Entscheidungen. Die Aussagekraft von BI hängt direkt von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab.

CDP (Customer Data Platform)

Marketing-Technologie, die Kundendaten aus allen Online- und Offline-Kanälen zentralisiert und in einem einheitlichen Profil zusammenführt.

CRM (Customer Relationship Management)

Werkzeuge und Methoden zur Erfassung, Verarbeitung und Analyse von Informationen über Kunden und Interessenten mit dem Ziel, die Kundenbeziehung zu steuern und zu verbessern.

CRM-Formular

Formular, mit dem Daten von Interessenten oder Kunden erfasst und direkt in das CRM-System eines Unternehmens übernommen werden.

Customer Journey

Gesamter Weg einer Person vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen über Kauf und Nutzung bis zur Kundenbindung. Korrekte Daten an jedem Kontaktpunkt sorgen für eine reibungslose Customer Journey.

Data Stewardship

Operative Verantwortung für die laufende Pflege, Qualität und Konsistenz der Daten eines Unternehmens im Tagesgeschäft. Data Stewards entscheiden z. B. über unsichere Dubletten, die nicht automatisch zusammengeführt werden.

Data-Quality-Trust-Layer

Vertrauensschicht zwischen Datenquellen und den Systemen, die die Daten nutzen, etwa CRM, BI oder KI-Anwendungen. Sie stellt sicher, dass nur geprüfte, bereinigte und konsistente Daten weiterverarbeitet werden.

DataQ

Bereich der Plattform DQE One für die Prüfung von Kontaktdaten. Umfasst die Module EMAIL, PHONE, ADDRESS, NAME, B2B und ID MOBILE – jeweils in Echtzeit bei der Erfassung oder im Batch für bestehende Datenbestände.

Datenanmietung

Zeitlich begrenzte Nutzung externer Adress- oder Kontaktdaten von Drittanbietern, etwa um neue Zielgruppen für Kampagnen zu erschließen.

Datenanreicherung

Ergänzung bestehender Datenbestände um zusätzliche Informationen, etwa demografische Merkmale, Firmendaten oder geografische Koordinaten.

Datenbankaudit

Methode zur Analyse einer oder mehrerer Datenbanken, um Schwachstellen, veraltete oder nicht konforme Datensätze zu identifizieren.

Datenbereinigung

Prozess, bei dem Daten wie E-Mail- und Postadressen geprüft, korrigiert und in ein einheitliches Format gebracht werden.

Dateneingabehilfe

Werkzeug, das die Eingabe von Daten schneller und fehlerfreier macht, z. B. durch Vorschläge, Pflichtfeldprüfungen oder automatische Formatierung.

Datengovernance

Richtlinien und Prozesse, mit denen ein Unternehmen festlegt, wie Daten erfasst, genutzt, geschützt und verwaltet werden.

Datenintegration

Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichen Quellen wie CRM, ERP oder Onlineshop in einer einheitlichen, konsistenten Sicht.

Datenlebenszyklus

Alle Phasen, die Daten in einem Unternehmen durchlaufen: Erfassung, Speicherung, Nutzung, Pflege, Archivierung und Löschung. Datenqualität muss in jeder Phase gesichert werden.

Datenmanagement

Gesamtheit aller Praktiken zur Erfassung, Pflege, Analyse, Speicherung, Archivierung, Absicherung und Bereitstellung von Daten.

Datenprofiling

Analyse eines Datenbestands, um Struktur, Inhalt und Qualität zu verstehen – etwa Feldtypen, Formate, Füllgrade, Wertverteilungen und Zusammenhänge zwischen Feldern. Grundlage für jede gezielte Bereinigung.

Datenqualifizierung

Prozess zur Überprüfung der Genauigkeit und Vollständigkeit der in einer Kunden- oder Interessentendatei gespeicherten Daten.

Datenqualität

Maß für den Zustand der Daten eines Unternehmens, bewertet anhand von Faktoren wie Genauigkeit, Vollständigkeit, Konsistenz und Aktualität. Schlechte Datenqualität kann Geschäftsentscheidungen direkt negativ beeinflussen.

Datenqualitätsdiemensionen

Kriterien, anhand derer Datenqualität gemessen wird. Dazu zählen Vollständigkeit, Genauigkeit, Konsistenz, Aktualität, Eindeutigkeit (keine Dubletten) und Gültigkeit (korrekte Formate).

Datenqualitätsmanagement (DQM)

Gesamtheit der Methoden, Prozesse und Werkzeuge, mit denen ein Unternehmen die Qualität seiner Daten misst, sichert und dauerhaft verbessert – von der Prüfung bei der Erfassung über Bereinigung und Dublettenabgleich bis zur Anreicherung.

Datensynchronisation

Abgleich von Daten zwischen mehreren Systemen, damit Änderungen überall gleichzeitig und konsistent verfügbar sind.

Datenverarbeitung

Alle Maßnahmen, die an Daten vorgenommen werden, um sie zu bereinigen, zu standardisieren und zu formatieren.

Deduplizierung

Erkennen und Zusammenführen doppelter Datensätze, damit jede Person oder jedes Unternehmen nur einmal im Datenbestand vorkommt. Kann in Echtzeit bei der Erfassung oder im Batch für bestehende Daten erfolgen. Synonym: Dublettenbereinigung.

DMP (Data Management Platform)

Software zur Speicherung und Verwaltung von Interessenten- und Kundendaten, häufig im Kontext von Werbe- und Marketingtechnologie eingesetzt.

Doppelter Datensatz (Dublette)

Datensatz, der mehrfach in derselben Datei vorkommt, ohne dass die Wiederholung einen eigenen Zweck erfüllt.

Double-Opt-in

Zweistufiges Anmeldeverfahren, bei dem eine Person ihre Einwilligung, etwa für einen Newsletter, zusätzlich über einen Bestätigungslink per E-Mail bestätigt. Gilt in Deutschland als Standard für den rechtssicheren Nachweis der Einwilligung.

DQE One

Modulare Data-Quality-Management-Plattform von DQE. Sie bündelt die Bereiche DataQ (Prüfung), Enrich (Anreicherung) und Unify (Dublettenmanagement) und ist als Standalone-Lösung oder per Konnektor u. a. für Salesforce und Microsoft Dynamics 365 verfügbar.

DQE One Standalone

Variante von DQE One, die unabhängig von einem CRM-System eingesetzt wird und sich in die bestehende IT-Infrastruktur des Unternehmens integriert.

Drittanbieterdaten

Daten, die nicht direkt vom werbetreibenden Unternehmen bei Kunden oder Interessenten erhoben, sondern von externen Anbietern zugekauft wurden.

DSGVO / GDPR

Europäischer Rechtsrahmen (Datenschutz-Grundverordnung), der regelt, wie Organisationen personenbezogene Daten erheben, verarbeiten und speichern dürfen. Sie gilt unmittelbar für alle Unternehmen, die Daten von Personen in der EU verarbeiten – unabhängig vom Unternehmenssitz.

Dublettenbereinigung (dateiübergreifend)

Beseitigung redundanter Datensätze, die über mehrere verschiedene Dateien oder Datenbanken hinweg vorkommen.

Dublettenbereinigung (innerhalb einer Datei)

Verfahren zur Identifikation, Bereinigung und Zusammenführung doppelter Datensätze innerhalb einer einzigen Datenbank.

Dublettenmanagement

Einsatz eines dedizierten Tools, das Dubletten identifiziert und die anschließende Bereinigung bzw. Zusammenführung der betroffenen Datensätze übernimmt.

DUNS-Nummer

Weltweit eindeutige, neunstellige Kennung, die von Dun & Bradstreet an Unternehmen vergeben wird und international – auch in Deutschland – zur eindeutigen Identifikation und Bonitätsprüfung von Firmen genutzt wird.

E-Mail-Adresse

Setzt sich aus einem persönlichen Bezeichner und einem Domainnamen zusammen, getrennt durch das @-Zeichen.

E-Mail-Validierung

Prüft, ob eine E-Mail-Adresse formal korrekt ist: Syntax, zulässige Zeichen und Aufbau aus lokalem Teil, @-Zeichen und Domain. Typische Fehler wie Tippfehler, ein doppeltes @ oder unzulässige Sonderzeichen werden erkannt. Im Unterschied zur E-Mail-Verifizierung wird nicht geprüft, ob das Postfach tatsächlich existiert.

E-Mail-Verifizierung

Prüft über die Syntax hinaus, ob die Domain aktiv ist, einen Mailserver besitzt und das Postfach E-Mails empfangen kann – in Echtzeit bei der Eingabe oder im Batch für bestehende Kontaktdatenbanken.

Echtzeit-Verarbeitung

Sofortige Verarbeitung von Daten im Moment der Eingabe, etwa bei der Prüfung einer Adresse in einem Webformular – im Gegensatz zur zeitversetzten Batch-Verarbeitung.

Einwilligung (Opt-in)

Freiwillige, informierte und eindeutige Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten für einen bestimmten Zweck, z. B. für E-Mail-Marketing. Eine der Rechtsgrundlagen nach DSGVO.

Enrich

Bereich der Plattform DQE One zur Vervollständigung und Anreicherung von Kundendaten, u. a. mit den Modulen GEOCODING, RELOCATE, FINESIS und REKKOLT.

ERP (Enterprise Resource Planning)

Integrierte Software zur Steuerung der Kernprozesse eines Unternehmens, etwa in den Bereichen Finanzen, Einkauf, Produktion und Logistik.

Fehlertoleranz

Fähigkeit einer Such- oder Eingabefunktion, trotz Tippfehlern, vertauschter Buchstaben oder phonetisch ähnlicher Schreibweisen den richtigen Treffer zu finden.

Finesis

Modul von DQE zur verhaltensbasierten Segmentierung von Haushalten in Frankreich.

Fusion (Merge)

Zusammenführung zweier oder mehrerer Dubletten zu einem einzigen Datensatz. Regeln legen fest, welche Werte erhalten bleiben, etwa nach Herkunft, Aktualität oder Qualitätsindikator.

Garbage in, Garbage out

Grundsatz der Datenverarbeitung: Fehlerhafte Eingangsdaten führen zwangsläufig zu fehlerhaften Ergebnissen. Gilt besonders für KI-Anwendungen, deren Qualität von den Trainings- und Eingabedaten abhängt.

Geokodierung

Prozess, bei dem einer Anschrift geografische Koordinaten (Längen- und Breitengrad) zugewiesen werden.

Geolokalisierung

Technik zur Positionsbestimmung einer Person, eines Objekts oder eines Geräts auf einer Karte anhand geografischer Koordinaten.

Geomarketing

Marketingmaßnahmen, die auf der geografischen Verteilung von Bevölkerung und Konsumverhalten basieren, etwa zur Standortplanung oder regionalen Kampagnensteuerung.

Geschlechtserkennung

Statistische Zuordnung eines wahrscheinlichen Geschlechts anhand des Vornamens. Wird genutzt, um Anreden zu prüfen oder zu ergänzen.

Gitterzelle (Zensus-Gitter)

Kleinste geografische Auswertungseinheit des Statistischen Bundesamts (Destatis) nach dem europäischen INSPIRE-Raster (z. B. 100 × 100 m), die für statistische Auswertungen wie den Zensus genutzt wird – das deutsche Pendant zu Census Tract (USA) oder Output Area (UK).

Golden Record

Einzelner, vollständiger und aktueller Referenzdatensatz pro Kunde, Lieferant oder Partner. Er entsteht, indem Daten aus verschiedenen Quellen wie CRM, ERP oder Onlineshop bereinigt, abgeglichen und zusammengeführt werden.

Handelsregister

Öffentliches, von den Amtsgerichten geführtes Register, in dem die wesentlichen Rechtsverhältnisse von Kaufleuten und Handelsgesellschaften in Deutschland eingetragen werden.

Handelsregisternummer

Eindeutige Kennung, unter der ein Unternehmen im deutschen Handelsregister geführt wird (z. B. HRB 12345). Sie dient der eindeutigen Identifikation und Bonitätsprüfung von Firmen – vergleichbar mit der Companies House Number in Großbritannien.

IBAN (International Bank Account Number)

International standardisierte Kontonummer, die im SEPA-Raum – und damit auch in Deutschland verpflichtend – zur eindeutigen Identifikation von Bankkonten bei Überweisungen und Lastschriften verwendet wird.

ID Mobile

Modul von DQE zur Identitätsprüfung über die Mobilfunknummer in Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern. Funktionen sind u. a. das automatische Ausfüllen von Formularen, der Abgleich eingegebener Daten mit den Vertragsdaten des Anbieters (ID Match), die Prüfung des SIM-Karten-Alters (SIM Verify) und ein Adressnachweis (Home Verify).

Identitätsdiebstahl

Missbräuchliche Nutzung persönlicher Daten einer anderen Person, etwa um Konten zu eröffnen, Bestellungen aufzugeben oder Verträge abzuschließen.

Identitätsprüfung

Verfahren, mit dem bestätigt wird, dass eine Person tatsächlich die ist, für die sie sich ausgibt. Wird bei Kontoeröffnung, Vertragsabschluss oder Onboarding eingesetzt, um Betrug zu verhindern.

ISO 27001

Internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Eine Zertifizierung belegt, dass ein Unternehmen Informationen und Daten nach anerkannten Standards schützt.

Kaufabbruch (Warenkorbabbruch)

Tritt im E-Commerce auf, wenn Besucher einen oder mehrere Artikel in den Warenkorb legen, die Seite aber verlassen, ohne den Kauf abzuschließen.

KI-Agent

KI-Anwendung, die Aufgaben eigenständig plant und ausführt, etwa Daten analysieren, Regeln vorschlagen oder Prozesse anstoßen. KI-Agenten sind auf verlässliche, qualitativ hochwertige Daten angewiesen.

KI-fähige Daten (AI-ready Data)

Unternehmensdaten, die so vollständig, korrekt, konsistent und dublettenfrei sind, dass sie zuverlässig für KI-Anwendungen genutzt werden können.

Konnektor

Vorgefertigte Integration, die eine Datenqualitätslösung direkt mit einem Drittsystem wie Salesforce, Microsoft Dynamics 365, SAP, HubSpot oder Shopify verbindet – ohne eigenen Entwicklungsaufwand.

Konversionsrate

Anteil der Kontakte, etwa Website-Besucher oder E-Mail-Öffner, die eine gewünschte Aktion abschließen.

Kundendatenbank

Strukturierte Sammlung von Daten über die Kunden oder Interessenten eines Unternehmens.

Künstliche Intelligenz (KI)

Technologien, mit denen Systeme Muster erkennen, lernen und Entscheidungen treffen. Im Datenqualitätsmanagement unterstützt KI u. a. bei Anomalieerkennung, Dublettenregeln und Datenprofiling; zugleich ist sie selbst auf hochwertige Daten angewiesen.

Kurative Datenqualitätslösung (Batch)

Datenqualitätslösung, die nachträglich bei der Massenverarbeitung eines bestehenden Datenbestands eingreift – auch als Lösung im Batch-Modus bezeichnet, im Gegensatz zur präventiven Echtzeitlösung.

KYC (Know Your Customer)

Prozesse, mit denen Unternehmen die Identität ihrer Kunden prüfen, um Betrug, Geldwäsche und Identitätsdiebstahl zu verhindern. In regulierten Branchen wie Banken und Telekommunikation gesetzlich vorgeschrieben.

Lead-to-Cash

Durchgängiger Geschäftsprozess vom ersten Kontakt (Lead) über Angebot und Auftrag bis zur Bezahlung. Konsistente Stammdaten sind Voraussetzung für einen reibungslosen Ablauf.

Leitungstyp

Einordnung einer Telefonnummer als Festnetz- oder Mobilfunknummer. Wichtig etwa für den SMS-Versand, der nur an Mobilfunknummern möglich ist.

Look-up

Modul von DQE zur Echtzeitsuche in bestehenden Daten. Es prüft schon bei der Eingabe, ob eine Person oder ein Unternehmen bereits im Datenbestand vorhanden ist, und verhindert so neue Dubletten.

Managed App

Vorkonfigurierte Anwendung, die direkt in einer Plattform wie Microsoft Dynamics 365 installiert und vom Anbieter gepflegt wird.

Master Data Management (MDM)

Strategischer Ansatz aus Prozessen und Werkzeugen, um eine einheitliche, korrekte und konsistente Version der zentralen Unternehmensdaten bereitzustellen – also der Stammdaten zu Kunden, Produkten, Lieferanten oder Konten. Kernbestandteile sind Datenmodellierung, Datenintegration und Datengovernance.

Matching

Abgleich von Datensätzen, um festzustellen, ob sie dieselbe Person oder dasselbe Unternehmen beschreiben. Grundlage jeder Dublettenerkennung.

Matching-Score

Wert, der angibt, wie wahrscheinlich zwei Datensätze Dubletten sind. Je nach Score werden sie automatisch zusammengeführt, zur manuellen Prüfung vorgelegt oder als eindeutig eingestuft.

Multichannel

Gleichzeitige oder wechselnde Nutzung unterschiedlicher Kontaktkanäle für den Vertrieb von Produkten und die Pflege der Kundenbeziehung.

MyDaina

KI-Engine von DQE, die Regeln für die Dublettenerkennung automatisch erstellt.

Nachsendeauftrag

Service der Deutschen Post, mit dem Postsendungen für einen festgelegten Zeitraum nach einem Umzug automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet werden – vergleichbar mit dem UK Redirection Service oder dem NCOA-Verfahren in den USA.

Namensvalidierung

Prüfung von Vor- und Nachnamen auf Plausibilität, Schreibweise und korrekte Feldzuordnung, etwa bei vertauschten Vor- und Nachnamen. Grundlage sind umfangreiche Namensverzeichnisse.

Normalisierung

Überführung von Daten in ein einheitliches, standardisiertes Format, etwa Adressen nach postalischen Regeln oder Telefonnummern im internationalen Format. Voraussetzung für zuverlässige Vergleiche und Dublettenerkennung.

Online-Dateneingabe

Ausfüllen eines Formulars direkt bei der Datenerfassung, um einen Datenbestand zu erweitern und zu pflegen.

Online-Formular

Dedizierter Bereich zur Erfassung von Interessentendaten über eine Reihe von Pflicht- oder optionalen Feldern.

Postadresseneingabe

Erfassung einer postalischen Anschrift, etwa in einem Web- oder CRM-Formular. Mit Autovervollständigung und Echtzeitprüfung gelangen nur korrekte, zustellbare Adressen in den Datenbestand.

Postadressenmanagement

Prozess, mit dem ein Unternehmen postalische Anschriften prüft, korrigiert und bei der Eingabe unterstützt.

Postadressvalidierung

Überprüfung der Bestandteile einer Anschrift gegen regelmäßig aktualisierte postalische Referenzdateien, um Genauigkeit und Zustellbarkeit sicherzustellen.

Postadressverifizierung

Bestätigung, dass eine postalische Anschrift tatsächlich existiert.

Postalische Adresse

Vollständige Anschrift eines Empfängers, wie sie vom Absender auf der Sendung angegeben wird, damit die Post sie zustellen kann.

Postalischer Adressierungsstandard (DIN 5008)

Definiert, wie eine Anschrift formatiert und dargestellt werden muss, damit sie effizient maschinell verarbeitet werden kann. In Deutschland ist hierfür insbesondere die Norm DIN 5008 maßgeblich.

Postleitzahl (PLZ)

Fünfstellige Kennziffer, mit der in Deutschland Zustellbezirke gekennzeichnet werden, um die maschinelle Sortierung und Zustellung von Postsendungen zu ermöglichen.

Postleitzahlenverzeichnis

Autoritative Datei mit validierten Adressdaten, etwa das Postleitzahlenverzeichnis der Deutschen Post, gegen die Anschriften geprüft und korrigiert werden können.

Präventive Datenqualitätslösung (Echtzeit)

Datenqualitätslösung, die bereits bei der Ersterfassung eingreift, um zu verhindern, dass fehlerhafte Daten überhaupt in den Datenbestand gelangen.

Rechtsform

Rechtliche Organisationsform eines Unternehmens, z. B. GmbH, AG oder KG. Gehört zu den Firmendaten, die bei der B2B-Datenanreicherung ergänzt werden können.

Referenzdaten

Externe, regelmäßig gepflegte Datenquellen wie postalische Verzeichnisse oder amtliche Register, gegen die eigene Daten geprüft und korrigiert werden.

Rekkolt 

Lösung von DQE für Datenanreicherung und Datenanmietung über Drittanbieter.

Relocate

Modul von DQE, das Umzüge von Kunden erkennt und postalische Anschriften entsprechend aktualisiert.

Reparenting

Übertragung verknüpfter Objekte wie Aufgaben, Verkaufschancen oder Kontakte auf den verbleibenden Datensatz, wenn Dubletten in einem CRM zusammengeführt werden.

SaaS (Software as a Service)

Modell, bei dem Software im Abonnement bereitgestellt wird, anstatt eine klassische Softwarelizenz zu erwerben.

Segmentierung

Einteilung von Kunden oder Interessenten in Gruppen mit ähnlichen Merkmalen, etwa nach soziodemografischen Daten, Verhalten oder Region, um Kampagnen gezielter auszurichten.

SIM-Swap-Betrug

Betrugsmethode, bei der Kriminelle die Mobilfunknummer eines Opfers auf eine eigene SIM-Karte übertragen lassen, um SMS-Codes abzufangen und auf Konten zuzugreifen.

Single Customer View (SCV)

Bündelt sämtliche Daten, die ein Unternehmen über einen bestimmten Kunden oder Interessenten besitzt, an einem zentralen Ort und schafft so eine 360°-Sicht.

Single Source of Truth

Eine einzige, verbindliche Datenquelle, auf die alle Systeme und Abteilungen zugreifen. Ziel von Master Data Management.

SIREN / SIRET

Französische Unternehmenskennungen: Die neunstellige SIREN identifiziert das Unternehmen, die vierzehnstellige SIRET den einzelnen Standort.

Smart Contextual Matching (SCM)

Von DQE entwickelte Technologie, die mithilfe von Algorithmen Kontext und Format von Daten berücksichtigt, um Dubletten auch bei unterschiedlicher Schreibweise zuverlässig zu erkennen.

Smart Data

Ansatz bei der Datenerfassung und -verarbeitung, der sich auf die tatsächlich relevanten Datenpunkte konzentriert, statt möglichst viele Daten zu sammeln.

SMTP-Server

Mailserver, der E-Mails über das Internet vom Absender zu einem oder mehreren Empfängern weiterleitet.

Softwarelizenz

Nutzungsrecht, das einer Person oder einem Unternehmen die Verwendung einer bestimmten Software gestattet.

Stammdaten

Grundlegende, über längere Zeit stabile Daten eines Unternehmens, etwa zu Kunden, Produkten, Lieferanten oder Konten. Bilden die Basis für nahezu alle Geschäftsprozesse.

Standardisierung

Prozess, bei dem ein festgelegtes Format auf ein Datenfeld angewendet wird, um Konsistenz innerhalb eines Datenbestands herzustellen.

Steuernummer

Vom zuständigen Finanzamt vergebene Kennung, unter der ein Unternehmen oder eine Person in Deutschland steuerlich geführt wird; wird u. a. zur eindeutigen Identifikation von Geschäftspartnern genutzt.

Telefonnummernvalidierung

Prüfung von Festnetz- und Mobilfunknummern auf korrekte Syntax, Ländervorwahl und Existenz, oft ergänzt um die Erkennung des Leitungstyps und die Normalisierung ins internationale Format. Erfolgt in Echtzeit oder im Batch.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr)

Vom Bundeszentralamt für Steuern vergebene Kennung für Unternehmen, die am innergemeinschaftlichen Warenverkehr innerhalb der EU teilnehmen; dient der eindeutigen Identifikation von Geschäftskunden im B2B-Geschäft.

Umzugserkennung

Identifikation von Kunden, die umgezogen sind, und Aktualisierung ihrer Anschrift, damit Sendungen weiterhin zugestellt werden.

Unify

Bereich der Plattform DQE One für Dublettenmanagement, mit den Modulen LOOK UP (Echtzeitsuche in bestehenden Daten) und DUPLICATE (Erkennung und Zusammenführung von Dubletten).

Unzustellbare Sendung (UAA)

Postsendung, die nicht zugestellt werden kann, in der Regel weil die Anschrift fehlerhaft ist oder nicht verarbeitet werden kann.

Wegwerf-E-Mail-Adresse

Anonyme, temporäre E-Mail-Adresse, die nach Ablauf einer festgelegten Gültigkeitsdauer automatisch verfällt und häufig zur Umgehung von Registrierungspflichten genutzt wird.

Workflow Engine

Komponente, mit der sich wiederkehrende Abläufe wie Bereinigung, Anreicherung und Synchronisation von Daten automatisieren lassen, häufig per Drag-and-drop.

Zustellbarkeit

Anteil der Sendungen, die ihre Empfänger tatsächlich erreichen – ob E-Mail, SMS oder Post. Korrekte Kontaktdaten sind die wichtigste Voraussetzung für hohe Zustellbarkeit.

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